Jeder Sporttreibende setzt sich abhängig von der Sportart einem mehr oder weniger hohen Risiko einer Sportverletzung aus
und die meisten Sportler haben sich wahrscheinlich schon mal die eine oder andere Verletzung zugezogen.
Wie eine Sportverletzung zu Stande kommt und was dagegen getan werden kann, sodass ein Sportler seinem Sport so
schnell wie möglich wieder nachgehen kann, wird im Folgenden erklärt.
Definition einer Sportverletzung:
"Aus sportmedizinischer Sicht ist eine Sportverletzung jene Verletzung, die sich beim Sport oder auf dem
Sportgelände ereignet und meist zur vollständigen Ausheilung gelangt."
Quelle: Internet / http://www.sportortho.ch
In Deutschland ist die Anzahl der Sportunfälle steigend, was darauf zurückzuführen ist, dass einerseits
mehr Sport getrieben wird, dieser aber andererseits auch des Öfteren falsch ausgeübt wird.
Im Jahr 2008 lag die Anzahl der Sportunfälle bei 20% der Gesamtunfälle. Jährlich verletzen sich
ca. 2 Millionen Sportler in Deutschland.
Quelle: Internet / http://de.wikipedia.org/wiki/Sportverletzung
| Ursachen | Erklärung / Folgen |
|---|---|
| Fehlerhafte Sportbekleidung | Sind nicht der Belastung entsprechend angepasst z.B. Falsches Schuhwerk, falsche Sportbekleidung |
| Konditionelle Schwächen / übermüdung | Der Körper ist übermüdet, die Reaktionsfähigkeit sowie die Konzentration sind herabgesetzt |
| Koordinative Schwächen | Bewegungsabläufe sind unnormal, daher kommt es zu Ausweichbewegungen |
| Fehlendes Körpergefühl, Selbstüberschätzung | Bewegungen können nicht mehr kontrolliert werden |
| Gegner | Z.B. Zusammenstöße |
| Sportgeräte | Sollten altersgerecht und leistungsbezogen sein, da sie sonst zu Überlastungsschäden führen könnten |
| Nicht ausgeheilte oder vorangegangene Verletzungen | Die verletzte Stelle ist nicht abgeheilt. Durch zu frühe Belastung kann sie dem Widerstand nicht standhalten |
| Fehlendes / schlechtes Warm-up | Die Muskulatur kann der Belastung nicht standhalten, da sie unzureichend durchblutet ist -> Muskel(faser)risse |
| Unfunktionelle Übungen | Bewegungen, die nicht auf die Funktion des Körpers ausgerichtet sind. z.B. ein Spagat |
| Schlechte Vorbereitung | Bewegungsabläufe sind nicht ausreichend trainiert worden |
| Psychische Komponenten | Es fehlt beispielsweise die Konzentration durch privaten oder beruflichen Stress |
| Fehlende Vordehnung / Erwärmung der Muskulatur | Siehe fehlendes/ schlechtes Warm-up |
| Unzureichende Vorsichtsmaßnahmen | Fehlende Schutzkleidung bei Trendsportarten |
| Mangelndes Training | Der Körper wird zu schnell müde (konditionelle Schwäche) oder hat die Bewegungsabläufe verlernt |
| Zu wenig Schlaf, unzureichende Nahrungs-/ Flüssigkeitszufuhr | Die Muskulatur hält den Belastungen nicht stand, es fehlt ihr an Nährstoffen zum Arbeiten |
| Zu viel Belastung, zu wenig Pause | Es kann zu Überlastungsschäden kommen, da der Körper keine Regenrationszeit hat |
Jede Sportart hat ihre individuellen Belastungsschwerpunkte, weshalb es zu sportarttypischen Verletzungen kommen kann. So kommt es beim Handball häufig zu Schulterluxationen, beim Fußball des Öfteren zu Kreuzbandrissen im Kniegelenk oder beim Boxen zu Gehirnerschütterungen. Solche typischen Verletzungen lassen darauf schließen, dass auch Basketballspieler sportartspezifische Verletzungen haben können. Die wohl häufigste Verletzung ist das typische Supinationstrauma. Beispiel: Nach einem Rebound kommt der Sportler auf dem Fuß eines Gegenspielers auf und knickt mit dem Fuß um. Es ist also nur von Vorteil, insbsondere bei dieser Verletzung, über ein gewissen Maß an Wissen zu verfügen.
Aufgrund der umfangreichen Anatomie des menschlichen Körpers, gibt es ebenfalls eine genau so große Anzahl an Verletzungen. Je nach Art der exogenen oder endogenen Faktoren fällt die Schwere der Verletzung aus.
Die folgenden Verletzungen können im Sport Basketball immer wieder auftreten.
Muskelverletzungen:
Sehnenverletzungen:
Bandverletzungen:
Anderweitige Verletzungen:
Es gilt immer zu beachten, dass die Belastung durch das sportliche Training an die Belastbarkeit des Sportlers angepasst sein muss, um eben genannte Verletzungen zu vermeiden.
Die Prophylaxe sollte, damit es erst gar nicht zu einer Verletzung kommt, Hauptbestandteil des Trainings
für den Sportler sowie für den Trainer sein. Wenn sich der Sportler erst verletzt, muss ein
Training, manchmal für längere Zeit, unterbrochen werden.
Wichtig ist, dass die sportliche Eignung des Sportlers durch eine sportärztliche Untersuchung erfolgt,
um z.B. eine Wirbelsäulenverkrümmung vor dem Ausüben der Sportart Gewichtheben festzustellen.
Das Training muss an den individuellen Sportler angepasst sein. Dies bedeutet, dass die konditionellen
sowie die koordinativen Komponenten auf die Fähigkeiten des Sportlers abgestimmt sein sollten.
Wenn beispielsweise ein Jugendlicher noch nie viel Sport getrieben hat und ihm bereits das Laufen durch
z.B. einen schlechten Laufstil oder Übergewicht sehr schwer fällt, so sollte die Laufschule
mit ihm trainiert werden, damit ein ökonomischer und koordinativ guter Bewegungsablauf gesichert ist.
Hierdurch können Verletzungen vermieden werden. Jede Sportart hat ihre speziellen Bewegungsabläufe, die
geübt werden müssen, um Verletzungen aus dem Wege zu gehen.
Im Sport sind die folgenden konditionellen Fähigkeiten wichtig:
Hinzu kommt, dass gerade bei Leistungssportlern Verschleißerscheinungen auftreten können, was durch die einseitige Belastung begründet ist. Auch hier ist es wichtig, dem Körper Zeit zur Regeneration und auch mal andere Belastungen zu gönnen. Einseitige Belastungen können durch andere Sportarten ausgeglichen werden.
Beim Basketball liegt die Hauptbelastung auf den Beinen. Der Basketballspieler muss schnell laufen, viel Defense spielen und andauernd Richtungs- und Tempowechsel vollziehen. Er ist fast die ganze Zeit in Bewegung. Hinzu kommen die Komponenten des Werfens, Dribbelns, Passens usw. Die Arme sind ebenfalls in ständiger Bewegung. Es lässt sich festhalten, dass die Extremitäten die Hauptbelastungskomponenten sind. In höheren Ligen ist es ratsam, zu dem Basketballtraining auch ein Krafttraining zu absolvieren, um den Belastungen in den Saisonspielen Stand zu halten. Durch die gestärkte Muskulatur kann das Verletzungsrisiko minimiert werden und der Eintrittspunkt einsetzender Müdigkeit nach hinten verschoben werden. Um ein muskuläres Gleichgewicht zu behalten, sollte beim Krafttraining immer darauf geachtet werden, dass jede Muskelgruppe zu gleichen Anteilen trainiert wird, da ansonsten muskuläre Dysbalancen entstünden. Diese begünstigen einen unfunktionellen Bewegungsablauf, der sich insbesondere langfristig negativ auf den Körper auswirken kann.
Da vor allem im leistungsbezogenen Basketball relativ viele, einseitige Belastungen durch das viele Training auftreten, sollte der Muskulatur ab und an eine Pause gegönnt werden und zum Ausgleich andere Muskelgruppen durch beispielsweise Schwimmen gehen, Radfahren etc. beansprucht werden.